SG Almenrausch Berglern e. V. - Kurzchronik

Kurzchronik

Im Jahre 1902 entschlossen sich 16 Berglerner Bürger, einen Schützenverein zu gründen. Sie gaben ihm den Namen "Schützengesellschaft Almenrausch". Gründungsvorstand war Felix Pirschlinger aus Berglern. Das Amt des Schützenmeisters hatte Johann Fragner inne. Ihm, dem Taubervater, verdanken wir auch die mündlichen Überlieferungen aus der Gründerzeit.

Der 1. Weltkrieg ließ den Schießbetrieb fast völlig zum Erliegen kommen. Der Tatkraft und dem ungebrochenen Mut des Vorstandes Hans Scherzl ist es zu verdanken, dass der Verein die schwierige Nachkriegszeit überstand. 1935 konnte die erste Fahne gekauft werden. Pfarrer Albert Binsteiner vollzog die Fahnenweihe. Johann Hörger führte damals als Vorstand den Verein. 20 Jahre lang von 1936 bis 1956 hatte dann Georg Fink die Geschicke des Vereins in Händen. Der Heldentod vieler Schützenkameraden im 2. Weltkrieg, lahmgelegter Schießbetrieb, Kriegs- und Nachkriegszeit verschonten auch die Almenrausch Schützen nicht.

Unter Finks Vorstandschaft wurde 1952 das 50. Gründungsfest mit renovierter Fahne gefeiert. 1955 konnte man durch Spenden alter wertvoller Münzen aus den Reihen der Mitglieder eine Schützenkette anfertigen lassen. Sebastian Meßner konnte sie als erster Vereinsschützenkönig tragen.

Ab 1956 bekleidete Xaver Fink das Amt des Vorstandes, ihn löste 1958 Georg Schrödl ab.

Von 1959 bis 1982 stand Peter Erhard als Schützenmeister und Vorstand an der Spitze des Vereins. 1972, zum 70-jährigen Bestehen, weihte der Verein eine neue Fahne. Pfarrer Wilhelm Hölzl vollzog die Weihe im Beisein von 87 erschienenen Vereinen.

Mit dem Abbruch unserer Vereinsgaststätte Scherzl/Scharlach im Jahr 1973 begann für die Almenrausch-Schützen eine schwierige Zeit. Obwohl Herbergsvater Andreas Scharlach immer wieder neue Pläne, in Eigeninitiative für die Schützen etwas passendes zu bauen, vorlegte, konnte keines seiner Vorhaben realisiert werden. So entschloss man sich 1974 vorübergehend, so hieß es, ins nahegelegene Gasthaus Riedl zu ziehen. Man baute 4 Stände im Saal, was für die damalige Zeit eine wunderschöne Schießanlage war. Auch sonst konnten alle Festlichkeiten, wie Weihnachtsfeier, Rosenmontagsball, 1. Mai und Sektionspokalschießen reibungslos abgehalten werden.

Doch mit der Zeit waren die meisten unserer Mitglieder aus verschiedenen Gründen mit den Wirtsleuten nicht mehr zufrieden. Bei der Jahresversammlung am 20. Februar 1977 wurde nach den obligaten Berichten erstmals über den Bau einer Schießanlage gesprochen. Zufriedenstellende Gespräche mit dem Sportverein und der Gemeinde hatten bereits stattgefunden. Am Schluss der Versammlung war Gastwirt Riedl von den Plänen so verärgert, dass er uns kurzerhand an die frische Luft setzte.

Schon am darauffolgenden Freitag den 25.02.1977 konnte der Schießbetrieb im Gasthaus Kratzer (Mitterlern) abgewickelt werden. Von 1977 bis 1983 konnten wir dort unsere Schießabende sowie Veranstaltungen abhalten. Leider war auch da nicht immer ein Pächter vorhanden, so dass wir zum Teil selber den Wirt machen mussten.

Nachdem auch die Bemühungen der Gemeinde mit der Stiftungsbrauerei Erding über einen möglichen Um- oder Ausbau der Gaststätte Kratzer einen dauerhaften Pächter zu finden, fehl schlugen, nahm uns dankender Weise unser Patenverein Neu-Edelweiß zu sich ins Gasthaus Kellerwirt auf.

Dort durften wir die Schießanlage kostenlos benutzen. Peter Erhard und sein Sportleiter Hans Forster forcierten in den folgenden Jahren den Schießbetrieb, vor allem mit erfolgversprechenden Jungschützen. So schoss der Verein durch guten Erfolg mit vier Mannschaften bei den Gaurundenwettkämpfen mit.

Einen besonderen sportlichen Höhepunkt in unserem Verein gab es beim Gauschießen 1981 in Grünbach. Unser Schützenkamerad Erich Schrödl wurde Gauschützenkönig und erreichte zudem mit seinen beiden Mannschaftskameraden Josef Kriegmair und Robert Wimmer den Titel als Gau Junioren Meister.

Im selben Jahr stieg Erich Schrödl mit einem 20,9 Teiler einen Thron "höher" und durfte für ein Jahr die Bezirksschützenkönigskette von Oberbayern tragen. Zu Ehren von diesem großartigen Erfolg durfte unser Verein 1982 am Oktoberfestschützenzug teilnehmen.

Nach 23 Jahren als erster Schützenmeister machte Erhard der Jugend Platz. Von 1982 bis 1984 führte Otmar Lerch den Verein. Die Planung eines Schützenheimes waren die Hauptaufgabe seiner Amtszeit.

Anton Kressierer übernahm 1984 den Verein. 1984 begann man unter der Trägerschaft der Almenrausch Schützen mit dem Bau des Sport- und Schützenheimes. In Gemeinschaftsarbeit mit den Neu-Edelweiß-Schützen und dem Sportverein konnte ein Bauwerk erstellt werden, das durch großzügige Unterstützung der Gemeinde für Feierlichkeiten aller Art Gewährleistung bietet und im Kellergeschoß Platz für 17 Schießstände hat.

1986 stieg die 1. Mannschaft in die Gauklasse im Schützengau Erding auf.

Bedingt durch Baumaßnahmen und dem 90 jährigen Gründungsfest des Krieger- und Soldatenvereins Berglern, wurde erst ein Jahr später, im Jahr 1988 das 85-jährige Gründungsfest gefeiert. Vom 7. bis 11. Juli konnten die zahlreich erschienenen Vereine im Festzelt am Sportplatz begrüßt werden.

Im September 1997 begann man unter der Trägerschaft des Sportvereins, gemeinsam mit den Neu-Edelweiß-Schützen das Sportheim zu vergrößern. Im Mai 1998 konnte mit den Umbau des Schießstandes begonnen werden. Bereits im September waren die Räumlichkeiten fertiggestellt, so konnte am 24.09.1998 ein Tag der offenen Tür stattfinden.

1999 wurde das 1. Sautrogrennen an der Sempt durchgeführt. Durch die große Teilnahme der Bürger wurden die Almenrausch Schützen für ihre Arbeit belohnt.

Nach 16 Jahren als 1. Schützenmeister stellte Anton Kressierer sein Amt zur Verfügung. Am 08.04.2000 bei der Jahresversammlung wollte kein Mitglied das Amt des 1. Schützenmeisters übernehmen.

Als auch im Mai, bei einer ausserordentlichen Versammlung niemand als Schützenmeister kandidierte war der Verein am Abgrund.

Sollten all die Anstrengungen in den fast 100 Jahren seit der Vereinsgründung umsonst gewesen sein?

Im Juni erklärte sich Otmar Lerch bereit, das wichtigste Amt des Vereins zu übernehmen. Bei einer weiteren ausserordentlichen Versammlung im August wurde Otmar Lerch als 1. Schützenmeister gewählt.

Gleich bei der 1. Vorstandssitzung wurden die Planungen für das 100 jährige Gründungsfest aufgenommen und der Termin auf den 22.05 bis 26.05.2002 festgelegt.

Im Oktober 2000 traten die Neu-Edelweiß-Schützen mit der Bitte an die Almenrausch Schützen heran, die Patenschaft für Ihr 50 jähriges Gründungsfest zu übernehmen. Sofort wurden neue Anzüge für die Männer in Auftrag gegeben, denn die alten waren nicht mehr festwürdig. So begleiteten 92 Frauen, Männer und Kinder den großen Festzug am 13. Mai 2001. Ob sich die 16 Berglerner Schützenkameraden aus dem Jahr 1902 diese Entwicklung je hatten vorstellen können?

 
 

Bei der Namengebung bezog man sich auf die wunderschöne Alpenrose auch Almenrausch genannt. Dieses Heidekrautgewächs (Rhododendron hirsutum) ist auf kalkhaltigen Böden der Alpen verbreitet. Die Blütezeit ist von Juni bis August. Der Strauch mit immergrünen, ledrigen, am Rande gewimperten und unterseits grünen Blättern mit seinen purpurroten Blüten, befindet sich bis über die Baumgrenze. Sie wird besonders geschützt.